Jobbörsen: Links für Referendare und andere Randgruppen

Der scheinbare Vorteil der Online-Börsen - ihre weltweite Abrufbarkeit und gute Durchsuchbarkeit - wird mitunter zugleich zu ihrem Manko: Immer mehr Stellenanbieter verzichten auf überregionale Verbreitung ihres Angebots und veröffentlichen "nur noch" in der lokalen Tagespresse. Für den Raum Düsseldorf sind dies vor allem die Rheinische Post und die NRZ/WAZ. Als Stellensuchender sollte man dies wissen und sein Suchspektrum unbedingt auf die Papierversionen auch der örtlichen Zeitungen erweitern.

Ein anderer Ansatz sind die mittlerweile sog. Meta-Suchmaschinen, also jene Jobbörsen, die sich auf verschiedene Quellen stützen und die Ergebnisse zusammenführen. Das klingt interessant und bringt bei Tests auch immer hohe Trefferquoten.

Aktuell (2007) soll der Stellenmarkt für Juristen wieder etwas besser aussehen…

Tip: Beim ersten Besuch einer Internet-Stellenbörse zunächst mit dem absoluten Oberbegriff, ohne Einschränkungen (also z.B. "Volljurist" oder sogar nur "jurist" suchen. Anhand der dort erzielten Treffer kann man schnell erkennen, ob sich eine detailliertere Suche überhaupt lohnt. Einige Stellenbörsen suggerieren mit einer Vielzahl von Suchfunktionen eine Stellenvielfalt, die zumindest im aktuellen Angebot gar nicht vorhanden ist.
Mein letzter Testbesuch auf den Seiten ist ggf. in Klammern angegeben.

Die Angebote sind in der Regel kostenlos, kostenpflichtige Angebote sind besonders gekennzeichnet.

www.beck.de Wohl die Nummer 1 für Juristen: Die Online-Version des Stellenmarktes der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW). Immer aktuell: Üblicherweise kann man die Stellenanzeigen des kommenden Montags bereits am Freitagabend abrufen, spätestens am Montagmorgen sind sie immer verfügbar. Enthält auch Anzeigen aus älteren Ausgaben, komfortable Suchfunktion; neben dem Volltext kann die Original-Druckansicht abgerufen werden, z.T. unmittelbare Links auf die Homepage des jeweiligen Inserenten. Kaum zu schlagen - unbedingt reinschauen! (02.09.2005)
www.stepstone.de Zügig und übersichtlich mit guten Recherchemöglichkeiten. Reine Internetbörse, die daher auch Links zu ausführlichen Stellenanzeigen bietet. Mal reinschauen! (09.03.2002)
www.jobpilot.de Ebenfalls eine schnelle und übersichtliche Jobbörse, die über etwas weniger Stellenangebote verfügt.
www.jobscanner.de »Jobscanner durchsucht die Websites großer Unternehmen nach aktuellen Stellenangeboten und Praktikumsstellen und findet dabei auch die Jobangebote, die nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt in Online-Jobbörsen oder Printmedien veröffentlicht werden.« Also eine sog. Meta-Jobbörse.
Weil bei meinem Besuch am 03.10.2007 neben mehreren Juristenstellen auch eine ganze Reihe Stationsangebote für Rechtsreferendare dabei waren, habe ich die Seite mal aufgenommen. Außerdem fand ich den Ansatz sehr interessant, nicht auf Inserate zu warten, sondern auf den verstreuten Seiten potentieller Stellenabieter zu suchen.
www.jobrapido.de Eine weitere Meta-Jobbörse, die beim Test mit einer großen Zahl verschiedener Quellen und Stellenangeboten aufwarten konnte (28.10.2007)
www.arbeitsamt.de Wer hätte das gedacht, sogar Behörden sind bisweilen im Netz vertreten. Allerdings sind die Auskünfte für Juristen dort sehr sparsam - man scheint eher das persönliches Vorsprechen auf dem Amt zu wünschen. Wer dort allerdings nachfragt, erhält von den Beratern zumindest für den öffentlichen Bereich im Laufe der Zeit durchaus interessante Stellenangebote, die z.T. nicht oder erst erheblich später an anderer Stelle ausgeschrieben werden. Also: Bei der Bewerbungstour das Arbeitsamt nicht auslassen!
www.faz.de Enthält jeweils ab dem darauffolgenden Montag eine Online-Version des Stellenmarktes der Samstags-FAZ. Mit Stichwortsuche. (09.03.2002)
www.jobs.zeit.de Online-Version des Stellenmarktes der ZEIT, wertet diverse andere Zeitungen sowie WWW-Jobbörsen aus.
Der Kauf bzw. die Nachbestellung etwaiger Papierversionen bleibt aber erforderlich, da hier nur die grobe Überschrift und der Inserent angegeben werden.
www.jobfair24.de Pressetext: "Wir ermöglichen den direkten Kontakt per Chat zu den Personalverantwortlichen der Firmen, die mit uns kooperieren. In verschiedenen Messehallen treffen Sie online auf mittlerweile über 60 international tätige Unternehmen. Neben den täglichen Online-Chat-Veranstaltungen einzelner Unternehmen jeden Monat ein Messetag, an dem alle ausstellenden Unternehmen gleichzeitig online sind. "
Klingt interessant, ausprobiert habe ich es aber nicht. (01.07.2002)
www.stellenblatt.de Spezieller Stellenmarkt für den öffentlichen Dienst. Wer sich für eine solche Stelle interessiert, sollte daneben unbedingt auch die Homepages der großen Institutionen (RegTP, Bundesamt für Güterverkehr etc.) und die u.a. Schwartz'sche Vakanzenzeitung auf Stellenangebote durchsuchen. (02.11.2003)
www.monster.de Noch nicht getestet.
www.stellenanzeigen.de
https://www.ra-info.de/job/ Lange nicht getestet. Mit einer "Referendar-Stationsbörse"!
www.karriere-jura.de  Die zahlreichen Auswahlmöglichkeiten nach exaktem Fachbereich suggerieren eine Fülle von Anzeigen, die es nicht unbedingt gibt: 106 Angebote juristischer Stellen ohne Einschränkungen Stand: 21.11.2005).
www.marktplatz-recht.de 36 Angebote am 22.11.2005.
vakanzen.de Kostenpflichtiges Angebot. Die Vakanzenzeitung (bis Ende 2004: "Schwartz'sche Vakanzenzeitung") war lange nur in Papierform erhältlich, jetzt bietet sie einen Online-Stellenmarkt, mit vorwiegend kommunalen Stellenangeboten. Bei Interesse an solchen Stellen sollte man diese Quelle nicht auslassen: Viele, vor allem kleinere Kommunen inserieren nur in der jeweiligen Lokalzeitung und in der Vakanzenzeitung. Solche Stellen sind anders kaum zu finden. Und man sollte wissen: Vor allem größere Kommunen beschäftigen längst nicht nur Experten des Öffentlichen Rechts, sondern auch eine ganze Reihe Zivilrechtler z.B. für Arbeitsrecht, Vergaberecht, privates Baurecht u.v.m.!
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© 2007 Sebastian Veelken · www.veelken.com · zuletzt geändert: 19.01.2008